MIB- Guter Start, schlechtes Ende
Radebeuler HV- KJS Dresden 25:31(15:15)
Am gestrigen Abend war es nun so weit. Die Verbandsligasaison 26/27 fing an und die Men in Black empfingen den Sachsenligaabsteiger KJS Dresden. Beide Mannschaften waren aus neutraler Sicht eine kleine Wundertüte. Die Favoritenrolle war klar auf der Seite der Gäste, dessen Kader im Vergleich zur letzten Saison kaum schlechter, eher noch besser geworden ist.
Die Radebeuler waren motiviert gut in die Saison zu starten und den Dresdnern ein Bein zu stellen. Zwar konnte KJS zu Beginn zweimal durch den starken Nguyen vorlegen, doch wurden diese zeitnah egalisiert. In der Abwehr war man griffig und konnte gut verschieben. Die Verteidigung der Gäste fand kein Mittel gegen den starken Rückraum und so musste Trainer Hrib nach 11 Minuten die erste Auszeit nehmen. Doch auch diese zeigte nur bedingt Wirkung. So war es Hüter Pusch, welcher nach 18 Minuten das 11:6 für den RHV erzielte.
Danach schlichen sich langsam Fehler in die Partie der Hausherren ein und man ließ den Ball gegen die körperlich präsente Abwehr nicht mehr so gut laufen. So schafften es die Gäste Tor, um Tor den Abstand zu verkürzen. 10 Sekunden vor der Halbzeit verlor man den Ball sogar noch erneut und Nguyen hätte die 15:16 Führung erzielen können, doch der Heber ins Tor brauchte 2 Sekunden zu lang und somit ging man Pari in die Kabine.
Dort wurde nochmal das fehlende Tempo angesprochen, welches gegen den 7. Feldspieler genutzt werden muss. Außerdem sollte man den Ball weiterlaufen lassen.
Nach der Halbzeit war es Heroldt, welcher den RHV nochmals in Führung brachte, die letzte in dem Spiel. Danach scheiterte man zu oft an sich und brachte sich nicht mehr in gute Wurfpositionen.
So sah sich Jurgeleit in der 42. Minute gezwungen seine Jungs nochmal zum Tee zu bitten. Diese Auszeit verfehlte leider seine Wirkung und so war es Schmidt, welcher die erste 5-Tore-Führung in der 51. Minute für KJS erzielte. Man ließ den Ball nur bedingt laufen und kam somit den großen Abwehrspielern entgegen, welche sich somit weniger bewegen mussten.
Doch dann ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft und durch 3 hintereinander erzielte Tore von Stein schaffte man den 22:24 Anschluss. Die Halle wurde lauter und die Partie hitziger. Es gab einige knifflige Entscheidungen, wo am Schluss teilweise auch das Glück fehlte. Die Kräfte ließen ein wenig nach und durch 2 schnelle Tore von Jagsch und Gudaitis war ca. 5 Minuten vor Ende die Messe gelesen. Beim Stand von 25:31 erklang die Sirene.
Ein Spiel, was Lust auf mehr macht. Trotzdem hätte man mit konsequenterem Angriffsspiel und besseren Umschaltspiel vielleicht sogar ein Sieg erringen können. Nächste Woche geht es zum nächsten Staffelfavoriten aus Dresden. Man ist zu Gast im wunderschönen Lokschuppen.
Noch zu erwähnen sei, dass von Keudell mit jungen 17 Jahren im ersten Verbandsligaspiel gleich ein Tor erzielt hat. Glückwunsch. Außerdem gute Besserung an Treskin, welcher nach einer robusten Abwehraktion kurzzeitig in das Krankenhaus eingeliefert wurde.
Schreiberling: D.B.S.
Bilder: C.H.