„Girls in Black“ (D1) heißes Spiel, trotz eisiger Temperaturen
Letzten Sonntag hieß es bei eisigen Temperaturen den Weg nach Lommatzsch anzutreten. Mit der Vertretung vom SSV Lommatzsch stand uns ein sehr junges aber ehrgeiziges Team auch in der Rückrunde entgegen.
Mit ihrem guten Eins-Eins, vielen Einläuferinnen und einem gefährlichen Passspiel zur Kreisläuferin der Lommatzscherinnen, hieß es für unsere Radebeuler Damen von Anfang an in der Abwehr hellwach zu sein, um Lauf- und Passwege zu unterbinden.
Und so startete man in eine hoffentlich spannende Partie. Mit der angesprochenen Aufmerksamkeit konnten in der Abwehr zu Beginn einige Bälle erobert werden und mit schnellem Konterspiel ging es zielstrebig Richtung des Lommatzscher Kastens. Mit wohl noch etwas eingefrorenen Handgelenken gelang es jedoch mehrmals nicht sich mit Toren zu belohnen.
Erst in der vierten Spielminute zeigte Mona, wo das gegnerische Tor wirklich steht und unsere Mädels tauten allmählich auf. Jede unserer Spielerinnen war nun im Spiel angekommen. Energisch wurde in der Abwehr weiterhin um jeden Ball gekämpft und mögliche Torabschlüsse verhindert. Auch im Angriff hatte man sich nun einjustiert und mit schnellen Spiel, viel Bewegung und das Auge für die Nebenspielerin wurde sich mit Torerfolgen belohnt. Bis zur 12 Minute konnte so ein beachtlicher Vorsprung von 6 Toren (Stand 2:8) erkämpft werden.
Mit einem breiten, abwechslungsreichen Angriffsspiel gelang es bis zum Halbzeitpfiff, 7 der 9 mitgereisten Feld-Akteurinnen sich auf dem Spielprotokoll zu verewigen- ein deutlicher Beweis für ein sehr gutes Zusammenspiel und die Torgefährlichkeit all unserer Junghandballerinnen.
Der Halbzeitstand von 5:12 für die „Girls in Black“ war ein enormes Polster, aber wer Handball kennt, weiß, dass dies noch nichts zu bedeuten hat. So sammelte man in der Pause nochmal Kräfte, besprach Ideen und Spielzüge. Der Appel auf die weiterhin geschlossene Abwehrleistung und Unterstützung unserer Torfrau Amelie, standen im Vordergrund.
Aber die Junghandballerinnen des SSV wollten dies mit Sicherheit nicht auf sich sitzen lassen und setzten weiterhin energisch auf ihr schnelles Eins-Eins und die flinken Außenspielerinnen. So gestaltete sich die folgende Spielphase relativ ausgeglichen, jede Unaufmerksamkeit wurde durch beide Teams genutzt. Mit der eigenen Auszeit in Minute 32. und einem Spielstand von 10:19 dominierten zwar die „Girls in Black“ die Partie, jedoch galt es auch die verbleibenden 8 Minuten noch schönen sicheren Handball zu spielen. Die Abwehr wurde auf ein 6:0 System (muss man ja mal testen) umgestellt, um die torgefährlichen Durchbrüche der Lommatzscher Mädels in den Griff zu bekommen. So schaffte es unsere Radebeuler Vertretung nur noch ein gegnerisches Tor zuzulassen und im Gegenzug selbst noch 5 eigene Tore auf der Habenseite zu erzielen.
Als krönenden Abschluss netzte direkt mit dem Abpfiff der Partie Giulia aus ca. 15 Metern- wohl für die SSV-Torfrau sehr überraschend- zum Endstand von 12:25, ein.
Ein Sieg und damit zwei sehr wichtige Punkte, um sich weiterhin an der Tabellenspitze zu behaupten, fanden ihren Weg nach Radebeul.
Fazit zum Spiel:
Als erstes ein Lob an die Gastgeberinnen, welche sich trotz des Rückstandes mit ihren sehr vielen jüngeren Akteurinnen nicht hängen ließen, sondern 40 Minuten lang gezeigt haben, dass da in Zukunft und der nächsten Saison noch mehr vom SSV zu erwarten ist.
Für uns als Trainer haben unsere Girls wieder gezeigt, dass sie ein Team sind und unter der Niederlage aus dem letzten Wochenende einen Strich gezogen haben.
Es galt, das eigene Spiel wieder auf die Platte zu bringen, sich nicht beirren zu lassen, geschlossen um jeden Ball zu kämpfen. Den Rückhalt und die Unterstützung untereinander, das Vertrauen in die Nebenspielerin, mit viel Bewegung und Übersicht im Angriff haben sie wieder überzeugend schöne Tormöglichkeiten heraus gespielt und sich auch belohnen können. Vielen Dank wiederum an Enna, welche echt stark unsere personellen Ausfälle besonders in der Abwehr kompensiert hat.
Getreu unserem Schlachtruf „Wer gewinnt hier? WIR!“ haben wir an diesem Spieltag die Punkte auf der Habenseite platzieren können. Auch 8 von 9 Feldspielerinnen konnten sich an diesem Tag in der Torschützenliste mit mind. 2 Torerfolgen für immer verewigen. Dies hat wieder gezeigt, dass eine gewisse Breite und Variabilität im Spiel vorhanden ist, dass ein gewisses Selbstvertrauen jeder Spielerin herrscht, dass das spielerische Verständnis gestiegen ist und die Verantwortung jeder einzelnen für die Mannschaft im richtigen Augenblick immer mehr zunimmt.
Ein großes Dankeschön an alle Mitgereisten, welche unsere Mädels wieder mental, lautstark und musikalisch unterstützt haben.
Für den RHV spielten:
Amelie (Tor), Mona , Amrie , Elli , Kiki, Giulia, Enna, Anjuli, Lotta, Alicia,
Auf der Bank: David, Kathl (Maskottchen Sydney hinterm Tor)