M1- Der Ansatz war da
Radebeuler HV – HSV Dresden II. 36:42(13:21)
Mit Heimniederlage in die Saison gestartet.
Doch bevor wir dazu kommen, hier ein kleines Vorwort, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als den Handball. Dies wurde einem wieder bewusst, als vor kurzer Zeit der langjährige Trainer vom HSV Dresden und Vereinsmitglied Thorsten Triebel viel zu früh verstarb. Der Schreiberling kannte ihn persönlich nicht, jedoch möchte man hier nochmal, im Namen aller des RHV sein Mitleid aussprechen und wünscht allen viel Kraft.
Darauf findet man leider keinen guten Übergang, somit gehen wir sofort rein.
Am gestrigen Samstag fand das erste Saisonspiel der „Men in Black“ statt und man wollte dem neuen Trainer Jurgeleit einen guten Einstand bescheren. Nach einer schweißtreibenden Vorbereitung mit einigen Tests und dem Pokalspiel vergangene Woche sah man sich gewappnet für die neue Saison. Trotzdem gab es noch einige Unklarheiten, u.A. wie man mit dem Druck der Pflichtspiele umgehen würde, oder die Mannschaft ohne die Leistungsträger der letzten Saison agiert.
Man startete mit einer offensiven Abwehr, um den dynamischen Rückraum der Gäste zu stören. Dies klappte am Anfang auch gut und so ging man nach drei Minuten mit 2:1 in Führung. Bedauerlicherweise war dies die letzte Führung an diesem Samstag. Zwar konnte Stein nach 7 Minuten nochmals ausgleichen, jedoch verlor man danach so langsam seinen Faden. Man ließ den Ball zu wenig laufen und versuchte sich oftmals im 1:1, wodurch auch etliche Fehler zu verzeichnen waren. So setzten sich die Gäste aus der Landeshauptstadt ab der 17. Minute vom 7:9 auf zwischenzeitlich 8 Treffer ab. Sie fanden immer wieder gute Lösungen gegen die Abwehr der Heimmannschaft und konnten vor allem über Rechtsaußen mehrfach abschließen. Die Hüter Riedel, Pusch konnten einem Leid tun.
Mit 13:21 ging man in die Halbzeit.
Dies hatten sich alle Beteiligten anders vorgestellt. In der kurzen, aber intensiven Pausenbesprechung wurden die Mängel der ersten Halbzeit angesprochen. Noch waren 30 Minuten zu spielen und man müsste Tor um Tor abbauen.
Zwar erzielten die Gäste gleich den ersten Treffer der zweiten Spielhälfte, doch die Worte von Trainer Jurgeleit sollten Wirkung erzielen. In der 35. Minute schaffte man es den Vorsprung auf 20:25 zu verkleinern, was den Gästetrainer gleich dazu bewegte eine Auszeit zu ziehen. Diese zeigte Wirkung und der HSV baute den Vorsprung wieder auf 8 Tore in der 44. Spielminute aus.(24:32) Zu oft ließ man sich von der 3:2:1 der Gäste irritieren und traf die falschen Entscheidungen. Doch, was man den Jungs des RHV zugutehalten musste war, dass sie sich nicht aufgaben. Durch die starken Treskin und Elsner kam man Tor um Tor heran und so war es erstgenannter, welcher durch einen 7-Meter in der 52. Zum 31:34 verkürzte. Dies schaffte man nochmals zum 33:36 in der 56. Minute. Jedoch lief der Heimmannschaft die Zeit davon und einige Fehler verhinderten eine endgültige Aufholjagd. Die Gäste spielten ihre Angriffe nun wieder konsequenter und gewannen die Partie verdient mit 36:42.
Zusammenfassend kann man sagen, dass noch viel Arbeit vor den Jungs liegt. Jedoch man schon in einigen Phasen, vor allem in der 2. Hälfte, sehen konnte, wie der neue Weg des RHV aussehen soll. Und als allerletztes bedankt sich der Schreiberling noch für den schönen Empfang in Radebeul, denn auch er war aufgeregt vor der ersten Partie in einem anderen Trikot seit über 13 Jahren.
Für den RHV spielten:
Jurgeleit, Bodenstein, Hornschuh ,Benkert, Heroldt (alle Offizielle); Elsner(7/2), Herrmann(10), Lehmann, Höher, Berger, Stein(6), Degenkolbe(1), Mattern(1), Roeseler(1/1), Behr, Weiße(4), Treskin(6/2), Pusch, Riedel(beide Hüter)
Schreiberling: B.S.
Bilder: S.B.