SG Pirna/Heidenau II-Radebeuler HV 32:27(17:12)
Ärgerliche Niederlage trotz überragendem Voigt.
Als Andreas Wolff Samstagabend nach seiner grandiosen Leistung, mit einer Quote von 44 Prozent d.H. 22 gehaltenen Bällen gefragt wurde, wie er das vollbracht hatte entgegnete er etwas überraschend.
„Ich saß in der Kabine und habe mir ein Spiel herausgesucht, welches ich schauen wollte, um in den Fokus zu kommen. Ich glaube, es war Pirna II gegen den RHV und dort war ein junger Hüter auf der Seite der Gäste, welcher einfach 49 Prozent der Bälle gehalten hatte. Das war meine Inspiration für den heutigen Sieg. Danke Johann.“
Jetzt fragen sich natürlich die Leser, wie ging die Partie aus? Zum Ärgernis der Gäste 32:27 für das Heimteam. Doch fangen wir von vorne an.
Nach der Niederlage letzte Woche, und den teils überraschenden Ergebnissen der Konkurrenten fuhr man mit einem gewissen Druck nach Pirna. Dort wartete der geteilte Tabellenführer, gegen dem man im Hinspiel recht chancenlos 17:31 verlor. Man war gewollt, die guten Trainingsansätze in das Spiel zu übertragen und mit ein wenig Glück und Können 2 Punkte einzufahren.
Der Start versprach auch viel, man ließ den Ball laufen und fand oftmals eine gute Lösung und so war der Heimtrainer nach 6 Minuten und einem Stand von 3:4 für die Gäste gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Diese zeigte auch Wirkung, innerhalb von 9 Minuten drehte man die Partie in ein 8:4 und Coach Jurgeleit bat seine Jungs zum Rapport. In dieser Phase schaffte man es nicht den starken Rückraum der Gäste in den Griff zu bekommen, welche die Erfahrung und körperlichen Vorteile geschickt zu nutzen wussten. Nach der Auszeit waren die Gäste wieder besser in der Partie und kamen über den doppelten Stein und Heroldt zum 9:8 Anschluss. Leider verpasste man es wieder den Ausgleich zu erzielen. Ein Torhüterwechsel und viele produzierte Fehler der Gäste brachte den Hausherren wieder eine 5-Tore-Führung zur Halbzeit.
Den Start der zweiten Halbzeit ließ böses ahnen, schon nach 19 Sekunden erzielte Große das 18:12 und kurze Zeit später betrug der Rückstand schon 7 Tore. Doch danach ging ein Ruck durch die junge Mannschaft und man kam ins Laufen und hatte in der 37. Minuten die Chance wieder auf 20:19 heranzukommen. Scheiterte doch doppelt am 7-Meter Strich. In dieser Phase übernahmen Röseler und Herrmann das Heft des Handelns und konnten ein ums andere Mal einnetzen. Doch die Gäste zeigten, wieso sie Tabellenführer sind und fanden immer wieder Lösungen gegen die Abwehrformation der Gäste. In der 54. Minute hatte man nochmals die Chance auf ein Tor heranzukommen, doch auch dort scheiterte man wieder an der besagten 7Meter-Linie. Danach war das Spiel entschieden. Man schaffte es nicht Überzahlsituationen gut auszuspielen und verzettelte sich im Eins gegen Eins im Rückraum, statt den Ball laufen zu lassen. Hier zeigte es sich wieder, dass die Radebeuler Lehrgeld für ihre Altersstruktur zahlen mussten. Am Schluss gewannen die Pirnaer mit 32:27.
Eine klare Steigerung im Vergleich zum Hinspiel, leider wieder keine Punkte. Nun wartet die, Achtung respektvoll!, Dampfwalze Niederau, welche über jeden Gegner aktuell hinwegfegt, wie es vor einigen Jahren nur mein Ex-Verein getan hatte. Das Ende ist bekannt. Doch auch das Spiel muss erstmal gespielt werden und es wird sicherlich hitzig. Also im besten Fall 16 Uhr schon in der Halle sein um die Frauen im Abstiegskampf zu unterstützen und später dann die 1. Männermannschaft gegen Niederau.