Klassenerhalt.
Am vergangenen Samstag war es nun so weit, der letzte Spieltag der Verbandsliga Ost stand an und es waren die Gäste aus der Bierstadt zu Gast.
Die Situation vor dem Spieltag war kompliziert. Eigentlich dachte man, man hätte den Klassenerhalt gegen Bernstadt fix gemacht. Doch dadurch, dass es keinen Aufsteiger aus der Sachsenliga gibt und die Wahrscheinlichkeit, dass Glauchau aus der MDOL absteigen wird, recht hoch ist. War die Chance gegeben, dass der 10. Tabellenplatz noch in eine Relegation gegen den Konkurrenten aus der Verbandsliga West spielen hätte müssen. Aufgrund der aktuellen Tabellensituation musste man somit gewinnen, oder falls man verlieren würde, auf die schon abgestiegenen Radeburger hoffen, welche gegen Elbflorenz III. antraten. Übrigens hatte letzte Saison sogar der 11. Platz für den Klassenerhalt gereicht.

Die Gäste kämpften noch um den vierten Tabellenplatz und wollten das letzte Spiel von Hüter Wagner und Trainer Käppler sicherlich nicht abschenken um sich danach irgendwelchen Unterstellungen anhören zu müssen.
Vor dem Spiel wurde Voigt völlig zurecht zum Spieler der Saison geehrt.
Die Partie startete Schwungvoll und beide Seiten warfen wechselseitig ihre Tore(4:4. nach 7 Spielminuten). Die Radebeuler agierten in der Abwehr ein wenig defensiver als in den vergangenen Wochen, was seine Wirkung nicht verfehlte. Radeberg kam immer wieder über den starken Mandalka am Kreis zum Abschluss. Jedoch spielten die Men in Black ihre Angriffe ansehnlich aus, und so war es der Junge Elsner, welcher oft mit Schwung zum Abschluss kam. Durch einige gute Abwehraktionen konnte man den Vorsprung langsam zum 12:9 ausbauen. Die letzten Fünf Spielminuten vor der Halbzeit bekam man kein Gegentor mehr und konnte mit 16:9 in die Halbzeit gehen.
Es war allen klar, dass erst die Hälfte geschafft war und man nochmal 30 Minuten kämpfen musste. Radeberg war sicherlich nicht zum Abschenken nach Radebeul gekommen.
Der Start in die 2. Hälfte verlief noch gut und man konnte den Vorsprung bis zum 18:11 in der 32. Spielminute halten. Die Gäste agierten nun offensiver und kamen auch über die zweite Welle oftmals zu einfachen Toren und konnten ihrerseits drei Tore in Folge werfen. Dies zwang Trainer Jurgeleit zur Auszeit und nahm seine Männer nochmal in die Pflicht. Die Auszeit fruchtete und konnte in der 45. Spielminute wieder auf 24:18 den Vorsprung durch Stein ausbauen. Eine Minute später sah Zimmermann eine Rote Karte durch das zu weite zustellen auf Außen. Doch dadurch und durch den starken Rathmann gepusht kämpften die Gäste sich weiter ran. Die Partie wurde jetzt immer hitziger und auf beiden Seiten wurde ordentlich ausgeteilt, sowie eingesteckt. Auf beiden Seiten gab es einige strittige Entscheidungen. Die Heimmannschaft spielte inzwischen ihre Angriffe auch lange aus. Die Radebeuler schafften es selbst in Überzahl nicht mehr zu klaren Wurfchancen zu kommen.
Neun Minuten vor Spielende verlor man eine eigene Überzahlsituation mit 0:2 und so konnte Radeberg durch den starken Bellmann auf 26:25(54.min) verkürzen. Doch an dem Abend war die Abwehr/Torhüter Kombination die große Stärke der Gastgeber, so konnte Riedel einige Bälle entschärfen und man zwang Radeberg zu technischen Fehlern. Es war Herrmann der in der 56. Spielminute, das 27:25 erzielte und wieder Riedel mit einer Parade. Man ließ in den letzten sechs Minuten keinen Treffer mehr zu und gewann am Schluss in der umkämpften Partie mit 28:25.
Klassenerhalt! Wer hätte das nach dem Saisonstart noch gedacht? Man hat sich über das Jahr gesteigert und konnte einige Teams ärgern. Das Mannschaftsbild wird sich über den Sommer wieder ändern. Neben ein paar Zugängen gibt es auch etliche Abgänge, welche menschlich wie spielerisch schwer zu ersetzen sein werden.
Danke an die Fans, welche uns phänomenal unterstützt haben. Aber auch Danke an alle Leute im Verein, welche um die Spieltage immer aktiv sind. Sei es am Imbiss oder unser Hallensprecher usw. Jetzt wird erstmal Pause gemacht und man sieht sich Ende August wieder in der Halle!

 

Schreiberling: D.B.S.
Bilder: C.H.