Ein Rausch in Rauschwalde!

Am gestrigen Samstag fuhr man zum Nachholer gegen Bernstadt ins wunderschöne Görlitz. Bei den Hausherren im Dachsbau wurde der Hallenboden versiegelt und so wurde der Spielort kurzerhand verlegt.
Bei sonnigem Wetter machten sich die Men in Black schon früh auf dem Weg, da der Anwurf schon 14 Uhr angesetzt war. Als alter Hase, welcher seit 18 Jahren Männerhandball spielt, empfindet man die Zeit schon als sehr schwierig. Das letzte Mal, als man noch so früh spielen musste, müsste damals bei Elbflorenz 2. gewesen sein, als diese noch in der Bodenbacher gespielt haben. Das war zum Sonntag um 10 Uhr … Aber lang ist es her, da hat die Hälfte der Radebeuler Mannschaft noch nicht mal Handball gespielt. Aber wie auch immer.

Motiviert kam man in der Halle an und stellte mit erschrecken fest, dass es drinnen kälter ist als draußen. Für die zarten Handballerhände kein schönes Gefühl.
Aber gleich zum Anpfiff sorgten beide Mannschaften dafür, dass sich dies ändern sollte.
Coach Jurgeleit hatte sich für den Angriff was überlegt, was die Bernstädter vor einige Probleme stellen sollte. Durch 2 Zeitstrafen in den ersten 7 Minuten konnten sich die Gäste gleich auf 2:5 absetzen. Man schaffte es den Ball gut laufen zu lassen und die Außen einzusetzen. In der Abwehr setzte man auf die bewährte 4:2 Deckung, was die Hausherren veranlasste fast die komplette Partie mit dem 7. Feldspieler zu zelebrieren. Um es vorwegzunehmen, dies gelang Phasenweise echt ganz ansehnlich, jedoch warfen die Radebeuler auch geschätzte 5 Mal in den verwaisten Kasten der Erddachse.
Nach der starken Anfangsphase fingen sich die Hausherren auch wieder und kamen immer wieder über die starken Außen zum Erfolg. So waren es Möse und Ulbrich, welche die Partie an sich rissen und die erste Führung zum 8:7 nach 14 Minuten erzielten. Auf der Seite der Men in Black verzettelte man sich zu oft im 1:1. Danach bat Trainer Jurgeleit seine Männer zum kurzen 60 Sekunden Talk, und dies schien zu wirken. Zwar erzielte der starke Kahle noch das 9:7. Danach war es jedoch Herrmann, welche die Partie an sich riss und sich immer wieder im 1:1 durchsetzen konnte. So dreht man die Partie bis zum 11:15. Aufgrund von 2 Zeitstrafen gegen Weig(Jo, der Mann ist zurück!) und Stein musste man eine doppelte Unterzahl überstehen, welches Bernstadt zu nutzen wusste und auf 15:16 verkürzen konnte. Durch 3 Treffer von Stein, ging man mit einer 2-Tore-Führung in die Kabine.
Allen war klar, dass hier heute ein Sieg möglich wäre, was gleichbedeutend ist, dass man zumindest nicht mehr auf die letzten zwei Plätze abrutschen kann.
Fokussiert startete man in Spielabschnitt Zwei und so war es wieder dreimal Stein, für die Gäste. Der Vorsprung blieb Konstant bei 3-4 Treffern bis zu 40. Minute, wo die Gäste wieder zwei Zeitstrafen hintereinander bekamen. Doch hier übernahm wieder Herrmann das Spiel und erzielte zwei Treffer. Die Torhüter auf beiden Seiten bekamen heute wenig zu greifen. Zu allem Übel verletzte sich Voigt noch und man musste Elsner als zweiten Hüter auf das Protokoll schreiben.
Das Spiel ging in die entscheidende Phase und man fand nicht mehr so einfach in die richtigen Lösungen. Treskin sorgte noch für zwei wichtige Treffer. Aber auch die Bernstädter erzielten durch Kratzer im Überzahlspiel ihre Treffer. Im Zeitspiel begann man dann ein Fehlabspiel und so war es Kahle, welcher 75 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer erzielte. Den vorletzten Angriff spielten die Gäste clever runter und so erzielte Mattern 10 Sekunden vor Ende das viel umjubelte 34:36, was gleichzeitig auch der Siegtreffer war.
Danke an die Fans, welche uns unterstützt haben.
Nächste Woche geht es zum Derby nach Weinböhla.