Nachdem am letzten Wochenende die Niederlagenserie gestoppt werden konnte sollte nun im Heimspiel nachgewaschen und der nächste Sieg eingefahren werden. Die Vorzeichen dafür waren nicht schlecht, zum einem war das Spiel nicht in der Lößnitzsporthalle sondern die der “echten“ Heimspielstätte der Kids in Black, der Elbsporthalle, angesetzt und mit der dritten Mannschaft vom HC Elbflorenz war ein Team zu Gast, welches in der Tabelle hinter den Radebeuler Nachwuchsagenten steht. Trotzdem warnte das Trainerteam eindrücklich davor, dieses Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen, die Jungs vom HCE sind durchweg gut ausgebildet, technisch sicher und schnell auf den Beinen. Daher war die Aufgabe in diesem Spiel vor allem das gegnerische Team nicht ins Spiel kommen zu lassen und vor allem die Gegenspieler schon bei der Ballannahme zu stören. Also eine, aufgrund der Abwehrleistungen in den letzten Spielen, durchaus eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Vorgaben für das Angriffsspiel waren eigentlich wie immer, schnelles Umschalten, sichere Zuspiele, Bewegung mit und vor allem ohne Ball und natürlich die sich bietenden Chancen nutzen.
Bei der Erwärmung hatte es den Anschein, als ob noch nicht alle wirklich wach und in der Halle waren. Ob der Anpfiff der Schiedsrichter der Weckruf war ??? Auf alle Fälle waren die Jungs jetzt hellwach und versuchten die Vorgaben des Trainerteams umzusetzen. Das gelang in den ersten Minuten auch ganz gut, das erste Tor erzielte zwar der Gegner, aber Jonas, Pepe und Benni sorgten mit ihren Toren dafür, dass die Kids in Black nach drei Minuten zum ersten Mal mit zwei Toren in Führung gingen. In den folgenden Minuten spielten die Jungs konzentriert weiter, die Abwehr stand recht ordentlich und zwang die Jungs vom HCE zu einigen technischen Fehlern. Im Gegensatz zu manch anderem Spiel konnte diesmal die Kids in Black daraus Kapital schlagen und ihre Führung Tor für Tor ausbauen. Nach knapp 10 Minuten stand ein 10:5 an der Anzeigetafel und dieses Zwischenergebnis sollte eigentlich Sicherheit für das weitere Spiel geben. Da ist es wieder, das Wörtchen “eigentlich“😀, denn von nun an ging die nächste fünf Minuten nichts mehr. Unerklärliche Abspielfehler brachte die Jungs des Gegners wieder zurück ins Spiel, auch eine Auszeit half nichts, die Jungs spielten in dieser Phase ohne Mut und Vertrauen in ihr Können. Nach gefühlt einer Ewigkeit, es waren aber nur fünf Minuten😀, beendete Ole dann die Torflaute der Kids in Black. Malte und Benni sagten sich dann, was Ole kann können wir auch und bauten den Vorsprung wieder auf vier Tore aus. Bis zur Halbzeit passierte dann nicht mehr viel, beim Stand von 15:12 wurden die Seiten gewechselt. Die Ansprache in der Halbzeitpause war relativ kurz, die Jungs wussten selber, was sie falsch gemacht hatten. Also nochmal Mut zusprechen und dann ging es mit neuem Elan in die zweite Halbzeit.
In dieser stellte der Gegner seine Abwehr auf eine sehr offensive 3:3 Deckung um und mit dieser kamen die Kids in Black zunächst überhaupt nicht zurecht. Statt die offensive Abwehr zu hinter laufen und in die die sich bietenden Räume zu stoßen, versuchten es die Jungs mit Einzelaktionen und Zuspielen aus dem Stand in den Stand. Den Jungs vom HCE kam das natürlich sehr entgegen, technisch gut ausgebildet gelang es ihnen immer wieder Bälle zu erkämpfen und Chancen zu erspielen. Zum Glück nutzen sie diese nicht konsequent, sodass der Vorsprung der Kids in Black in dieser Phase nur auf zwei Tore zusammen schmolz. Nachdem in der zweiten Halbzeit zehn Minuten gespielt waren schnappte sich Lennart zweimal den Ball und traf von der, für ihn mittlerweile ungewohnten, halbrechten Position. Da auch Benni noch zwei Tore beisteuerte führten die Radebeuler Nachwuchsagenten Mitte der zweiten Halbzeit wieder mit fünf Toren. Das Trainerteam hoffte, dass diese Führung wieder mehr Ruhe und Sicherheit in das Spiel der Jungs bringen würde, aber dem war leider nicht so. Die folgenden fünf Minuten waren geprägt von Fehlabspielen und vielen Abstimmungsproblemen bei der Zuordnung in der Abwehr. Dazu vergaßen die Jungs im Angriff, dass Handball vom Zusammenspiel lebt und rieben sich immer wieder in 1 gegen 1 Situationen auf. All das führte dazu, das der HCE wieder zurück ins Spiel fand und sechs Minuten vor Ende des Spiels zum, zu diesem Zeitpunkt auch verdienten, Ausgleich kam. Was in diesem Moment durch die Köpfe der Jung ging weiß ich nicht, die Reaktion der Jungs auf diese Situation war beeindruckend. Plötzlich spielten die Jungs wieder Handball, Pepe, Malte, Jonas und Ole nutzten die freien Räume und trafen ein ums andere Mal. Auch in der Abwehr steigerten sich die Jungs jetzt, die wenigen Chancen die der HCE in den letzten Minuten noch hatte wurden eine sichere Beute von Leo im Tor. Das letzte Tor in diesem spannenden Spiel erzielt Karl, vier Sekunden vor Ende des Spiels traf er vom 7m Punkt zum 30:25.
Fazit des neunzehnten Spieltages:
Dass die Jungs Handball spielen können steht außer Frage, allerdings sind die Leistungen noch nicht konstant genug, um in der Liga oben mitzuspielen. Diesmal haben zwanzig gute Minuten gereicht um die Punkte in Radebeul zu behalten. Ziel muss aber sein, diese Leistung über vierzig Minuten Woche für Woche abzurufen. Um dahin zu kommen liegen vor den Jungs und dem Trainerteam noch viele Trainingseinheiten.
Wie immer bei Heimspielen der Kids in Black war die Elbsporthalle fest in Radebeuler Hand. Vielen Dank an alle, die mit den Jungs mitgefiebert und sie bis zur letzten Minute unterstützt haben.
In Radebeul waren mit dabei:
Leo im Tor, Jonas 5, Erik, Malte 5, Karl 3, Tizian, Lennart 4, Ole 3, Erik, Benni 6, Pepe 4, Jason