Wenn man als Trainer über zwanzig Jahre im Geschäft ist, kommt es sehr selten vor, dass man mit seinem Team zu einem Spiel in eine Halle fährt, in der man noch nie gewesen ist. Gestern war mal wieder so ein seltener Spieltag. Dabei ging die Reise nur in unsere Nachbarstadt Coswig, allerdings nicht in die Sporthalle am Gymnasium sondern in die Sporthalle am Spitzgrund.
Nachdem die letzten beiden Spiele erfolgreich gestaltet werden konnten, wollten die Kids in Black natürlich auch aus Coswig etwas mitnehmen. Die Vorbereitung lief wie immer, Erwärmung, letzte Ansprache, Begrüßung und dann Anpfiff zur ersten Halbzeit.
Was dann auf der Platte passierte hat das Trainerteam in der Form noch nicht gesehen und es ist eigentlich auch nicht zu erklären. Sagenhafte zehn Minuten und zwei Auszeiten brauchte es, ehe die Kids in Black zum ersten Mal den Ball in gegnerischen Tor unterbringen konnten. Spielstand vor diesem Tor 12:0 für Coswig. Das war bis dahin ein grusliges Auftreten und allen war klar, jetzt geht es nur noch um Schadensbegrenzung. Bis zur Halbzeit gelang es den Jungs, den Vorsprung auf neun Tore zu verkürzen, aber eine wirkliche Aufholjagt konnten sie nicht starten.
In der Halbzeitpause ging es dann mehr darum die Jungs zu beruhigen und wieder etwas aufzubauen, das sie Grütze gespielt hatten musste das Trainerteam ihnen nicht sagen, dass wussten sie selber am besten.
Halbzeit zwei war jetzt nicht wirklich besser, die Verunsicherung blieb weiter hoch, was sich in vielen Fehler aller Art widerspiegelte. Was man den Jungs allerdings nicht vorwerfen konnte war, dass sie das Spiel einfach so weggeben. Bis zum Schluss versuchten sie, zumindest das Ergebnis halbwegs in Grenzen zu halten. Letztlich erwies sich der Rucksack der Gegentore aus den ersten zehn Minuten als zu groß, um Coswig ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen.
Am Ende stand ein deutliches 32:21 an der Anzeigetafel und die Kids in Black mussten mit leeren Händen die Heimreise antreten.
Fazit des zwanzigsten Spieltages:
Einen solchen Blackout des kompletten Teams in den ersten Minuten hat das Trainerteam noch nicht gesehen und dieser ist eigentlich auch nicht erklärbar.
Für die Jungs heißt es nun aufstehen, Mund abputzen, weitermachen.
Für den Trainer 3,00 € in Phrasenschwein.
In Coswig waren mit dabei:
Leo im Tor, Jonas 12, Benni 3, Malte 2, Jannes, Karl, Tizian, Dominik, Ole 1, Erik K., Pepe 2, Jason 1, Frederik