Es gibt Sporthallen, in denen muss man in seinem Handballerleben wenigstens einmal gespielt haben. Zu diesen zählt die Loksporthalle in Dresden. Vor mittlerweile fast fünfzig Jahren spielte der Trainer der Kids in Black auch schon in der Halle und gefühlt hat sich seitdem nichts verändert.😀
An diesem Wochenende hatten nun die Kids in Black ihren ersten Auftritt im Lokschuppen und nachdem die letzten Wochen punktetechnisch nicht so erfolgreich verliefen wollten die Jungs aus Radebeul nun wieder in die Erfolgsspur einbiegen.
Da an diesem Spieltag sowohl Katrin als auch Andreas nicht da waren, sprang Kathl als zweiter Offizieller ein. Und sie sah einen durchwachsenen Start der Kids ins Spiel. Ergebnistechnisch sah es bis Mitte der ersten Halbzeit noch recht gute aus, allerdings lag das mehr dran, dass die Fehlerquote bei beiden Mannschaften relativ hoch war und so Jungs auch einen zwei Tore Rückstand wieder aufholen konnten. Mitte der ersten Halbzeit begann dann eine Phase, in der die Jungs aus der Landeshauptstadt ein paar Fehler weniger machten und bei den Kids in Black das bekannte Abwehrproblem wieder verstärkt auftrat. Lok nutzte das konsequent und zog mit drei Toren davon.
Diesem Rückstand liefen die Kids in Black bis zur Halbzeit hinterher, beim Stand von 12:9 ging es in die Halbzeitpause. Nun sind drei Tore im Handball eigentlich kein Rückstand, den man nicht noch aufholen könnte und entsprechend motiviert gingen die Jungs in Halbzeit zwei.
Allerdings gingen die ersten Minuten völlig in die Hose, Fehlabspiele und unmotivierte Würfe machte es den Jungs von Lok Dresden leicht, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Die Kids in Black bemühten sich, aber die Abwehr bleibt in dieser Saison das große Problem. In vielen Situationen agieren die Jungs zu passiv und lassen sich durch relativ einfache Körpertäuschungen ausspielen.
Die Spieler des Gegners kamen so immer wieder frei zum Wurf und wenn Leo im Tor nicht den einen oder anderen entschärft hätte, wäre das Spiel frühzeitig endschieden gewesen. So lagen die Radebeuler zehn Minuten vor Schluss nur mit vier Toren zurück und waren noch einigermaßen im Spiel. In den letzten Minuten versuchten die Kids in Black noch einmal alles, um das Spiel noch zu drehen, scheiterten aber zu oft am gegnerischen Torwart oder an eignen technischen Fehlern.
Fünf eigene Tore in zehn Minuten sind ganz okay, wenn man aber im gleichen Zeitraum elf Tore fängt wird es schwer ein Spiel zu drehen. Am Ende jubelten erneut die Gegner, die Radebeuler Nachwuchsagenten mussten sich mit 28:18 geschlagen geben.
Fazit des sechszehnten Spieltages:
Das Abwehrverhalten der Jungs ist in diesem Jahr das große Problem. Dieses zu lösen wird die Aufgabe in den nächsten Wochen sein. Nächste Woche steht das Auswärtsspiel in Bühlau an und da heißt es einfach, das heutige Spiel abhaken, das positive mitnehmen und nächste Woche schauen, das man ein paar Fehler weniger macht.
In Dresden waren mit dabei:
Leo im Tor
Ference 1, Erik 3, Malte 5, Erik K., Karl 2, Lennart, Ole, Dominik, Benni 2, Pepe 4, Jason, Richard 1, Frederik