Radebeuler HV vs. Görlitzer HC II – 20:39

Am vergangen Samstag war die zweite Vertretung des Görlitzer HC zu Gast in heimischer Halle. Bereits vor dem Anpfiff war klar, dass uns eine schwierige Partie erwartet, da Görlitz bekanntermaßen mit mehreren jungen Spielerinnen aus der Regionalliga die Begegnungen gestaltet.

Die Begegnung begann mit hohem Tempo, welchem die LIB bereits nach wenigen Minuten Tribut zollen mussten. Trotz verschiedener Deckungsvarianten lief man schnell einem zu hohen Rückstand hinterher, welcher den Mut und Zug zum Tor auch im Angriffsverhalten mehr und mehr verschwinden ließ. Auch aus einer (absolut unberechtigten) roten Karte für die Gegner noch in der ersten Halbzeit konnten wir keinen entscheidenden Vorteil ziehen. Dazu kamen drei vergebene Siebenmeter und mehrere technische Fehler, die den LIB zunehmend den Zahn zogen. Halbzeit eins war desolat, keine Frage. Dennoch wollte man sich nicht völlig aufgeben, also Mund abputzen und weiter machen.

Mit stabilisertem Abwehrverhalten und deutlich mehr Zug zum Tor gelang es phasenweise, die zweite Halbzeit isoliert betrachtet offener zu gestalten. Das man dem Gegner dennoch spielerisch, körperlich und konditionell deutlich unterlegen war, zeigte sich auch hier. Doch man konnte dich zumindest einigermaßen vernünftig aus der Partie verabschieden.

Zusammengefasst:

In der Abwehr zeigten sich phasenweise deutliche Probleme. Zwar stand die Defensive zeitweise gut und wir verteidigten kompakt, doch in entscheidenden Momenten entstanden zu große Lücken. Diese ermöglichten einfache Durchbrüche, und auch das Kreisspiel bekamen wir nicht durchgehend konsequent verteidigt. Hier fehlte es vor allem an klarer Kommunikation und Abstimmung. Ein weiterer Knackpunkt ist das Umschaltspiel. Nach Ballverlusten schalteten wir nicht schnell genug um und ermöglichten dem Gegner ihre Kontermöglichkeiten konsequent zu nutzen.