Während draußen endlich der Frühling erwachte und das Grau mit Schnee und Eis vertrieb, herrschte in der tristen Joynext-Arena eine Atmosphäre, die gegensätzlicher hätte kaum sein können. Ohne Tageslicht, dafür mit umso mehr Intensität, trafen die Mädchen des Radebeuler HV auf den USV TU Dresden.

Es entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel, das weniger durch spielerischen Fluss als durch ständige Unterbrechungen geprägt war. Das Schiedsrichtergespann griff von Beginn an hart durch, was in einer Flut von Zwei-Minuten-Strafen mündete. Besonders bitter für den RHV: Schon früh im Spiel zückten die Unparteiischen die Rote Karte. Angesichts der knappen Personaldecke war dieser Platzverweis ein schwerer Schlag, den die Mannschaft erst einmal verdauen musste.

Zusätzlich erschwerten teils fragwürdige Entscheidungen der strengen Unparteiischen den Rhythmus. Doch wer glaubte, die Radebeulerinnen würden unter diesem Druck einbrechen, sah sich getäuscht. Mit einer bewundernswerten Moral stemmte sich das Team gegen alle Widerstände. Jede Spielerin ging für die andere an die Schmerzgrenze und darüber hinaus.

In der hitzigen Schlussphase bewiesen die RHV-Mädchen den längeren Atem. Trotz schwindender Kräfte wurde um jeden Zentimeter Hallenboden gekämpft. Am Ende belohnten sie sich für diesen leidenschaftlichen Kampfgeist mit einem hochverdienten Sieg, der nach Abpfiff in der grauen Halle für echtes Strahlen sorgte. Ein Erfolg, der nicht nur zwei Punkte bringt, sondern den enormen Teamgeist dieser Mannschaft unterstreicht