Bei den von mir betreuten Mannschaften ist es eine feste Tradition, mit einer Fahrt zu einem Turnier das Handballjahr zu beenden. In den letzten Jahren ging die Reise immer in Richtung Süden zu unseren tschechischen Nachbarn. In diesem Jahr blieben wir in Deutschland, der Spreewald und ein großes Handballturnier in Berlin waren ursprünglich das Ziel der Fahrt. Leider wurde das Turnier aufgrund der vorrausgesagten Temperaturen🥵, völlig zu Recht, am Mittwoch abgesagt😪. Das hieß allerdings auch, kurzfristig Ersatz für das Turnier finden, um den Samstag für die Jungs interessant zu gestalten.
Am Freitagmorgen, bei noch angenehmen Temperaturen, machten wir uns auf den Weg, Ziel war zunächst die heimliche Hauptstadt des Spreewaldes, Lübbenau. Dort lagen die Boote für die Kids in Black schon auf Reede und nach einer kurzen Einweisung ging es in die Kanus und die Tour auf dem Fließen des Spreewalds konnte starten. Die Route führte durch breite Kanäle, enge Fließe, durch Schleusen und über eine Bootsrolle rund um Lübbenau. Das Schleusen und das Ziehen der Boote über die Bootsrolle waren sicher die Höhepunkte der Tour. Aber auch das passieren der großen Spreewaldkähne verlangten von unseren Jungs viel Aufmerksamkeit und wurde von allen recht ordentlich gemeistert. Der Großteil der Jungs beherrschte die Boote recht souverän, ein, zwei Boote hatten mit dem geradeausfahren ein bisschen mehr Mühe und nahmen beidseitig die Uferbepflanzung genau in Augenschein😉😂. Nach ca. 3,5 Stunden erreichten wir wieder den Ausgangspunkt der Tour in Lübbenau und bei allem Spaß den die Jungs unterwegs hatten, allen war anzumerken, dass es nun genug gepaddelt war. Nach dem paddeln hatten die Jungs eine Stärkung dringend nötig, der Hafen von Lübbenau war da der richtige Ort, um die verschiedenen Geschmacksrichtungen der Jungs zu bedienen.
Nachdem alle gestärkt waren ging es noch einmal in die gut gewärmten Autos und nach einer dreiviertel Stunde Fahrt war das AWO Ferien- und Freizeitzentrum in Kemlitz, unser Quartier für das Wochenende, erreicht. Nach Zimmeraufteilung, Bettenbau, Abendbrot und einer Hamsterfahrt zum Netto war Freizeit angesagt. Für den Bolzplatz war es einfach zu warm, aber es gab genügend Möglichkeiten, auch die eigentlich nicht erwünschen elektronischen😮😂, um den Abend zu verbringen.
Da das Turnier, wie schon geschrieben abgesagt wurde, konnten wir ganz entspannt in den Samstag starten. Der Tag stand unter dem Motto – Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin – und so machte sich der Radebeuler Tross gegen 10.30 Uhr auf den Weg in die Hauptstadt. Ziel war das A-10 Center in Wildau und dort speziell die SchwarzLicht Minigolfanlage. Zwei Stunden versuchten die Jungs das runde ins runde zu treffen und zwischen Hole-in-One und verkackt war alle dabei😀.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause im Center ging es dann zurück in den Spreewald, das Freibad in Dahme wartete schon auf die Kids in Black. In den nächsten zwei Stunden war von den Jungs nichts mehr zu sehen, Rutsche, Sprungturm wurden ausgiebig getestet und genutzt.
Zurück im Quartier schmiss Ole den Grill an und bei Bratwurst und Salaten hinge jeder seinen Gedanken nach. Danach war dann Freizeit und mit gemeinsamen Spielen der Jungs, Fußball-WM schauen und Gesprächen über Gott und die Welt bei den Betreuern klang der Tag aus.
Am Sonntag hieß es dann schon wieder Koffer packen, die drei Tage waren wie immer viel zu schnell vorbei. Bevor es aber zurück nach Radebeul ging stand noch ein Besuch der F60 auf dem Programm.
Die F60 ist die größte Förderbrücke Deutschlands und zugleich die größte, fahrbare Maschine der Welt. Von der Größe dieser Anlage waren die Jungs beeindruckt, bei ein paar war der Respekt vor der Höhe zu groß, aber 13 Jungs wagten den Aufstieg. Nach 1,5 Stunden Führung mit vielen interessanten Ausblicken und Informationen waren alle froh, wieder auf festen Boden zu stehen.
Nach der Führung gab es für die Jungs noch ein extra Lob vom Führer der Runde für das Interesse und die Disziplin unserer Jungs und in der Kantine ein Eis vom Trainer. Danach hieß es noch einmal Badesachen auspacken, der Bergheider See, direkt neben der Förderbrücke, wartete schon auf die Kids in Black. Nach dieser Abkühlung machten wir uns dann endgültig auf den Weg nach Radebeul und gegen 16.00 Uhr wieder alle zu Hause und hatten hoffentlich viel zu erzählen.
Ein großes Dankeschön geht natürlich an meine Begleiter, Katrin, Kathrin und Manuela, mir bei der Betreuung der Jungs halfen und die sie sicher in den Spreewald, nach Berlin und wieder nach Hause gebracht haben. Von den vielen kleinen Gesten, mit denen sie die Jungs verwöhnt haben, zu berichten würde hier den Rahmen sprengen. Vielen Dank dafür.
Ein Dankeschön geht von mir auch an die Jungs, die uns die Betreuung der Gruppe mit ihrem Auftreten an allen an allen drei Tagen sehr leicht gemacht haben. Und ob beim Bootsverleih, beim Minigolf, im Bad oder auf der F60, von den Verantwortlichen gab es jedes Mal ein Lob für das Auftreten der Kids in Black.