Radebeuler HV – HSV 1923 Pulsnitz 35:30(17:19)

Der Schreiberling fragt sich, ob man Wein(Radebeul) mit Pfefferkuchen(Pulsnitz) kombinieren kann? Maximal mit Glühwein, oder? Sei’s drum. Zum Tag der Deutschen Einheit traf man aufeinander und vereinte sich symbolisch. Letzte Saison gab es je einen Heimsieg für jede Mannschaft. Auf der Seite der Gäste fehlte Gabriel Sanchez, welcher schmerzlich vermisst wurde. Die Men in Black mussten zu den Langzeitverletzten auch auf Phsysio Hornschuh verzichten, welcher sich am Wochenende im nahen Ausland aufhielt und herrliche Bierbäder zu sich nahm.

Nach dem knappen Sieg vergangene Woche und der langen Pause in Aussicht, war es wichtig, nochmal für ein positives Erlebnis zu Sorgen und mit 4:6 Punkten sich in die spielfreie Zeit zu verabschieden, bis es Ende Oktober nach Döbeln zum Sachsenpokal geht.
Das Spiel begann und die Tore fielen im Gleichtakt, gleich zu Beginn zeigte sich, dass das Spiel körperbetonter werden würde. Die Gäste kassierten gleich zu Beginn 2 Zeitstrafen, welche die Männer um Kapitän Herrmann jedoch nur bedingt nutzen konnten.
Die Pfefferküchler hingegen setzten auf Tempo und kamen immer wieder über die erste und zweite Welle zu Torerfolgen. Hier waren es vor allem Ziesche und Horche, welche als Torschützen glänzten. In der 11. Spielminute konnten sich die Gäste erstmals mit zwei Toren absetzen(7:9). Was durch Streidt und Herrmann jedoch schnell egalisiert wurden. Es war ein stetiges Pendel, weil sehr schnelles aber fehlerbehaftetes Spiel. Beide Torhüter zeigten trotz des hohen Spielstandes etliche Paraden. Beim stand von 17:18 verwarfen die Hausherren nochmal einen Ball 15 Sekunden vor Halbzeitpfiff und Pulsnitz konnte nochmals einen Treffer drauflegen. In der Halbzeit wurde angesprochen, dass man die zweite Welle der Gäste besser unterbinden muss. Sobald man Pulsnitz im 6 gegen 6 hatte stand die Abwehr mit Hüter Valtin gut.
Die Gäste hatten Ballbesitz zu Beginn der zweiten Spielhälfte, jedoch erzielten die Hausherren gleich die ersten vier Treffer durch Stein und Mattern. Erst in der 35. Minute erzielte Ziesche das 21:20. Die Hausherren bewiesen Moral und konnten durch starke 1:1 Situationen von Herrmann, Mattern und Streidt immer wieder zum Torerfolg kommen. Hinten hielt der zur Pause eingewechselte Riedel stark und so wuchs der Vorsprung in der 47. Minute erstmals auf 4 Tore an.(27:23). Das Spiel hatte nicht mehr das Tempo der ersten Halbzeit und es wurde mehr gewischt, als das gespielt wurde. In der 53. Minute kam Pulsnitz nochmals auf zwei Treffer heran. Doch dass es nicht spannender wurde lag daran, dass sich beide Mannschaften, sicherlich auch aufgrund der steigenden Belastung, mehr Fehler produzierten. Radebeul verwarf einige Bälle, welche jedoch Pulsnitz in der zweiten Welle sofort wieder hergab oder an Riedel scheiterten. So war es wieder Herrmann, welcher in der 57. den Bann durchbrach und zum 32:29 einnetzte. Danach war der Wille der Gäste gebrochen und Radebeul baute den Vorsprung bis auf 35:30 aus.

Nun steht man mit 4:6 Punkten im Mittelfeld der Liga und trifft dann Ende Oktober auf die alte Liebe des Schreiberlings, welche sicherlich auch noch eine Rechnung mit den MiB haben. Außerdem werden die Bierstädter vom ehemaligen Trainer der MiB trainiert.
Ob man Bier mit Wein mischen kann?

Scheiberling: D.S.S.

Bilder: C.H. , R.W.