Zum Start in die neue Saison hatten die Kids in Black den Vorjahresmeister aus Wilsdruff zu Gast.
Auch wenn von der Meistermannschaft nicht mehr viele Jungs dabei sind, ein Testspiel vor den Ferien hat gezeigt, dass die neue Wilsdruffer Mannschaft bei der Vergabe der ersten beiden Plätze durchaus ein ernstzunehmender Kandidat sein kann. Das dieses Spiel kein Selbstläufer werden würde, war dem Trainerteam bewusst, auch weil die Trainingswoche vor dem Spiel suboptimal gelaufen ist. Entsprechend deutlich war daher auch die Ansage vor dem Spiel. Aufgabe war, die schnellen Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen und selber schnell und sicher nach vorn zu spielen.
In den ersten 90 sec. passierte nicht viel, beide Mannschaften lauerten auf den Fehler der anderen und versuchten zunächst den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Nach zwei Minuten fiel dann das erste Tor im Spiel, nach einem verwandeltem 7m gingen die Gäste aus Wilsdruff mit 1:0 in Führung. Die folgenden drei Angriffe liefen dann bei den Kids in Black nach demselben Muster, im Angriff den Ball weggeschmissen und in der Abwehr gepennt. Innerhalb von zwei Minuten wurde so aus einem 0:1 ein 0:4. Also Auszeit und versuchen die Jungs wach zu bekommen. So richtig gelungen ist das dem Trainerteam nicht, nach gespielten zehn Minuten stand ein 2:8 an der Anzeigetafel. Da es nun eh schon egal war, stellte der Trainer auf zwei Kreisläufer um, eine Variante, die in der letzten Trainingswoche zum ersten Mal erarbeitet wurde. Mit dieser Umstellung ging plötzlich ein Ruck durch die Mannschaft. Auch wenn nicht alle das System so wirklich verstanden hatten, Jonas und Erik im Aufbau und Jannes und Karl am Kreis fanden nun zueinander und konnten den Rückstand Tor für Tor verkleinern. Drei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit traf Jonas zum 9:9 und die Kids in Black waren wieder im Spiel. Bis zur Halbzeit drehten die Jungs das Spiel komplett, Jonas und Freddy trafen noch zweimal, sodass beim Halbzeitpfiff ein 11:9 für die Kids in Black an der Anzeigetafel stand.
Halbzeitpause, Zeit zum durchschnaufen, Kräfte sammeln und die Jungs noch einmal an die Basics des Handballspiels zu erinnern.
Die zweite Halbzeit begann mit Ballbesitz für Radebeul und damit die große Chance auf drei Tore davonzuziehen. Diese Möglichkeit wurde leider nicht genutzt und in den folgenden Minuten erinnerte die Fehlerquote im Angriff und Abwehr stark an die ersten Minuten der ersten Halbzeit. Bis zur 25. Minute konnten die Jungs den zwei Torevorsprung noch halten, Malte traf zum 13:11. Dieser Treffer sollte für lange sieben Minuten der letzte der Kids in Black bleiben. In diesen sieben Minuten stand zumindest die Abwehr, mehr als zwei Tore gelangen den Wilsdruffer Jungs in dieser Phase auch nicht. Die letzten acht Minuten waren die Jungs, vor allem in der Abwehr völlig neben der Spur. Die schnellen Spieler des Gegners konnten ein ums andere Mal, ohne nennenswerten Widerstand, zum Kreis durchbrechen und frei von sechs Metern werfen. Innerhalb von drei Minuten drehte diesmal Wilsdruff das Spiel und führte fünf Minuten vor Ende des Spiels mit drei Toren. Zum Glück unterbrach der Trainer der Gäste den Lauf seines Teams mit einer Auszeit. Durch diese Auszeit fingen sich die Jungs wieder und erkämpften sich innerhalb von 90 sec. auf ein 17:17 unentschieden. Dieses 17. Tor sollte leider das letzte Tor der Kids in Black bleiben. Die letzten Angriffe wurden leichtsinnig verspielt und so kam es, wie es kommen musste, 20 sec. vor Ende des Spiels war unsere Abwehr mal wieder viel zu leichtsinnig und Wilsdruff konnte noch einmal den Ball im Radebeuler Tor versenken. Noch waren ein paar Sekunden auf der Uhr, aber auch der letzte Angriff landete im Aus.
Am Ende des Spiels stand ein 17:18 auf der Anzeigetafel. Die Kids in Black standen nach dem Schlusspfiff arg bedröppelt auf der Platte und mussten den Wilsdruffer Spielern beim jubeln zuschauen.

Fazit des ersten Spieltages:
Neue Saison, die gleichen Probleme. Die Jungs schaffen es leider nicht durchgängig ihr Können 40 Minuten auf die Platte zu bringen. Dass sie das Können haben, haben die zweiten zehn Minuten der ersten Halbzeit gezeigt, als sie einen 8:1 Lauf auf die Platte zauberten. Diese zehn Minuten müssen der Maßstab für die nächsten Spiele sein.
Ein ganz großes Dankeschön geht an die zahlreichen Eltern und Freunde der Kids in Black, die wieder den Weg in die Elbsporthalle gefunden und die Jungs lautstark unterstützt haben.

In Radebeul waren mit dabei:
Leo im Tor, Richard, Erik St. 1, Frederik 1, Jannes 1, Ference, Karl 3, Jonas 7, Jason, Arian, Malte 4, Lennart