Am zweiten Spieltag mussten die Kids in Black in die Landeshauptstadt “reisen“😀.
Ziel war die Loksporthalle, dort wollten sich die Jungs vom ESV mit den Radebeuler Nachwuchsagenten messen. Wie schon in der Vorwoche war die Vorbereitung auf diesen Spieltag nicht optimal, Krankheit und persönlich Gründe ließen die Trainingsgruppe stark schrumpfen. Am Spieltag selbst war dann nur neun Jungs spielbereit, davon waren zwei aber noch etwas angeschlagen von der Woche und nicht ganz fit. Also hieß es improvisieren und versuchen das Beste aus der Situation zu machen.
Das erste Tor des Spiels gelang Jonas und damit gingen die Kids in Black erst einmal in Führung. Aber diese hielt nicht lange, innerhalb von 2 Minuten konnten die Jungs vom ESV auf 3:1 davonziehen. Davon ließen sich unsere Jungs allerdings nicht beeindrucken, die Abwehr stand deutlich besser als in der Vorwoche und im Angriff lief viel über Jonas und Karl. Bis Mitte der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel, die Jungs vom ESV legten vor, die Radebeuler glichen aus. Nach dreizehn Minuten konnten die Kids in Black das Spiel einmal umdrehen, Jonas traf zum 9:10. Aber auch die Jungs vom ESV ließen sich nicht lange bitte und glichen gleich wieder aus. Die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit gehörten dann den Kids in Black. Ohne Gegentor, mit zwei eigenen Toren und einem gehaltenem 7m gingen sie, mit einer zwei Toreführung, in die Halbzeitpause.
Halbzeitpause, wie immer und an diesem Spieltag ganz besonders, Zeit zum durchschnaufen und die Kraftreserven wieder aufzufüllen. Viel zu sagen gab es nicht, die Jungs hatten eine solide erste Halbzeit gespielt. Wichtig war jetzt nichtnachzulassen und den eigenen Anwurf möglichst gleich zum weiteren Ausbau der eigenen Führung nutzen.
Gesagt getan, nach 25 sec. netzte Karl zum 11:14 ein. Diese drei Toreführung hielt leider nicht allzu Lange, ein paar überhastete Würfe unsererseits nutzen die Jungs des ESV zum Ausgleich und nach 26 Minuten ging die Partie beim Stand von 16:16 wieder von vorn los. Dieser Ausgleich motivierte die Kids in Black noch einmal. Die nächsten sechs, sieben Minuten gehörten den Radebeuler Jungs, durch einen 6:2 Lauf konnten sie sich zum ersten Mal im Spiel mit vier Toren absetzten. Auch eine Auszeit der Gastgeber brachte die Jungs nicht aus der Ruhe, Leo hielt zwei 7m in Folge und Malte erhöhte fünf Minuten vor Schluss auf 19:24. Zeit für die erste eigene Auszeit und der Ansage, ruhig zu spielen, Zeit von der Uhr zu nehmen und auf riskante Abspiele zu verzichten. Zur Not sollten die Jungs auch einmal ein Zeitspiel riskieren.
Was dann allerdings in den letzten fünf Minuten passierte ist eigentlich nicht zu erklären. Statt ruhig aufzubauen wurden in den nächsten die nächsten beiden Angriffen voll auf Konter gespielt, was natürlich schief ging, und im dritten Angriff der Ball an der Mittellinie ins Seitenaus gespielt. Jeder dieser Fehler führt zu einem Gegentor und vierzig Sekunden vor Schluss der Begegnung war der ESV wieder bis auf ein Tor heran. Also zum dritten Mal die Grüne Karte auf den Tisch gelegt und die Jungs erklärt, den Angriff möglichst lange auszuspielen, ins 1 gegen 1 zu gehen und nicht überhastet abzuschließen. Leider verpufft diese Ansage, nach Wiederanpfiff waren gerade einmal 15 sec. gespielt als ein Wurf aus ganz schlechter Wurfposition Beute des Keepers der Gegner wurde. Damit blieben den Jungs noch 20 sec. um den Ausgleich zu erzielen. Und natürlich kam es so wie es kommen musste, 10 sec. vor Ende des Spiels kassierten die Kids in Black den bitteren Ausgleich. In der verbleibenden Zeit kamen die Jungs zu keinem vernünftigen Abschluss mehr und so stand am Ende ein Unentschieden, dass sich wie eine Niederlage anfüllte, an der Anzeigetafel.

Fazit des zweiten Spieltages:
Wenn um 13.00 Uhr jemand gesagt hätte, dass das Spiel unentschieden ausgeht, hätte ich das sicher so genommen und gesagt okay passt. Nach dem tollen Spiel war die Enttäuschung natürlich groß, aber wenn die Jungs aus dem Spiel die Erkenntnis mitnehmen, das es manchmal besser ist ruhig aufzubauen und ein Spiel über die Zeit zu bringen, statt unbedingt auf Torejagd zu gehen, hat auch dieses Unentschieden seinen Wert.

Ein ganz großes Dankeschön geht an die zahlreichen Eltern und Freunde der Kids in Black, die die Jungs in den Lokschuppen begleitet haben und wieder eine lautstarke Unterstützung waren.

Im Lokschuppen waren mit dabei:
Leo im Tor, Erik St. 2, Frederik 1, Karl 5, Jonas 10, Jason, Arian, Malte 3, Lennart 4