Zu ungewohnt später Anwurfzeit am letzten Samstag begrüßten unsere Girls in Black ihre Gäste aus Großenhain in der heimischen Elbsporthalle.
Mit den Mädels aus Großenhain stand uns ein nicht zu unterschätzender Gegner gegenüber. Hatte man jedoch im Hinrundenspiel die Punkte mit nach Radebeul geholt war man sich bewusst, dass sich die Großenhainerinnen dies nicht auf sich sitzen ließen und mit doppelten Ehrgeiz in der Elbhalle einrückten.
Aber auch unsere Junghandballerinnen, welche eine Woche zuvor das erste Rückrundenspiel souverän mit 26:8 gegen den ESV gestalteten, waren hochmotiviert.
Es sollte also an diesem Spieltag eine spannende, hartumkämpfte Partie für die Zuschauer geben.
Etwas ersatzgeschwächt und mit personellen Ausfällen mussten sich unsere Girls insbesondere in der Abwehr kurzfristig umsortieren um den großgewachsenen Aufbauspielerinnen Paroli bieten zu können.
Den besseren Start ins Spiel hatten unsere Radebeuler Damen und sie konnten sich bis zur 4 Minute einen 2 Tore-Vorsprung erarbeiten. Dann taute die Großenhainer Vertretung langsam auf und es kam zum erwartet spannenden Schlagabtausch beider Mannschaften.
Bis zum Halbzeitpfiff konnte keiner der beiden Teams ein dominantes Zeichen setzen und so ging es mit einem 12:12 in die Pause.
Alles wieder auf „Null“ gesetzt, ging es nun in die zweite Hälfte.
Mit schnellem Spiel nach vorn, dem Mut zur Lücke gelang es den Girls in Black sich auch für die Mühen zu belohnen. Bis zur 29 Minute und einem Spielstand von 16:16 gestaltete sich das Spiel auf Augenhöhe.
Ab diesem Zeitpunkt schien die Luft aus den Radebeulerinnen etwas raus zu sein. Technische Fehler, welche in der ersten Halbzeit irgendwie wieder geraden gebogen werden konnten, schlichen sich vermehrt ein. Auch das Wurfglück ruhte sich etwas aus und die Belohnungen unserer Girls in Black scheiterten zu oft an der Großenhainer Torfrau oder am gegenerischen Torpfosten. In der Abwehr konnte man trotz geschlossener Teamarbeit in dieser Spielphase den großgewachsenen Aufbauspielerinnen der Gäste nicht viel entgegen setzen und unsere Torfrau musste zu oft den Ball aus dem eigenem Netz herausfischen.
Mit 5 Toren in Folge (16:21) für die Gäste schien der Drops gelutscht zu sein. Aber im Gegenteil! Die Girls in Black gaben nochmal Gas und holten die letzten Reserven aus sich raus. Die nun besser agierende Abwehr und dem ein oder anderen vereitelten Torversuch der Gäste, bekam das Spiel nochmal eine Wende. So konnte sich Mona mit einigen schönen Toren in Szene setzen und man kämpfte als Team langsam aber zielstrebig, um die Punkte nicht abzugeben. In der 36.Spielminute waren es nur noch zwei Tore Unterschied und das Ziel war klar gesteckt “Das Schaffen unsere Mädels noch! „ Leider kam es unter heimischer Kulisse danach zu irritierenden Spielsituationen und der Lauf unserer Junghandballerinnen brach wieder ein. In den letzten Spielminuten war es auf beiden Seiten mehr Krampf als ein schönes Handballspiel.
Mit einem Endstand von 21:24 musste man sich an diesem Tag dem Team aus Großenhain geschlagen geben.
Mit diesem Spiel ist es die erste, aber knappe Niederlage unserer „Girls in Black“ in dieser Saison, dennoch behaupten sie aktuell den ersten Tabellenplatz.
Was für ein Fazit haben wir als Trainer: Wir sind stolz auf die Mädels, sich bei einem doch bisher in dieser Saison ungewohnten Rückstand von 5 Toren nicht hängen zu lassen, weiter als Team zu arbeiten, Verantwortung auch für seine Nebenspielerin zu übernehmen. Durch die ungewohnte und umgestellte Aufstellung in der Abwehr und auch im Angriff, hat sich jede Spielerin versucht in ihre Position hineinzuversetzen und das Bestmögliche aus sich herausgeholt, um einen Beitrag zum Team zu leisten. Getreu unserem Schlachtruf „Wer gewinnt hier? WIR!“ haben wir auch an diesem Spieltag gewonnen- diesmal zwar keine zählbaren Punkte, dafür aber wertvolle Erfahrungen, die die Mannschaft weiter voran bringen wird. Auch unsere Enna, hat sich für ihren ersten Einsatz in unserem Team sehr gut einbringen können. Weiter so!
Ein großes Dankeschön an alle Anwesenden, welche unsere Mädels unterstützt haben. Mit solch einem spannenden Spiel hat keiner gerechnet und es war wieder für alle eine riesen Stimmung in der Halle.
Für den RHV spielten:
Amelie (Tor), Mona, Luisa, Elli, Kiki, Giulia, Flora, Lotta, Alicia, Enna
Auf der Bank: David, Kathl, Lucy und (überall natürlich unser Maskotchen Sydney)